Ein Nachtrag

Liebe Leser.

Ich wollte euch das nicht vorenthalten.

Auf vielfachen Wunsch hin gibt es mein Buch “ Neunzehn Achtel Oma und Opa “ nun auch als ebook Ausgabe. Ich kann schon verstehen, dass sich einige Leute nicht mehr so gerne mit gedruckten Büchern die Regale vollstellen wollen. Obwohl mir selber ja ein gedrucktes Buch immer noch lieber ist, aber so ist ein Jeder anders.

 

Zu erhalten beim Buchhändler eurer Wahl.

Ich wünsche euch allen ein schönes 2017

eure Hanna

Tagebuch über meine Eltern

Liebe Leser!

Nun ist es zu Ende.

Das Tagebuch über meine Eltern

Jeder, der aufmerksam gefolgt ist, kennt es.

Da ich aber für mich nun wirklich abschließen will, hat dieser Blog sich verändert und wird auch nicht mehr regelmäßig weitergeführt.

Verändert in der Form, dass man nicht mehr alle Kapitel und Unterkapitel lesen kann. Wer doch lesen will, muss sich also nun das Buch zulegen.

Das Buch ist ja trotzdem noch ein wenig anders, da hier ja die Anfänge der Erkrankung meiner Muddi, der Krankenhausaufenthalt und die, wie ich immer noch finde, viel zu kurze Reha, sowie mein sturer Vaddi, der nicht umziehen wollte, etwas ausführlicher beschrieben sind.

Nichts desto trotz, wer fertig gelesen hat ist wohl auch fertig.

Mir hatte das Schreiben sehr geholfen, ich konnte nun endlich gut abschließen.

17 Ordner mit verschiedenem Inhalt, die ich für meine Eltern angesammelt hatte, sind in einen einzigen Ordner geschrumpft.

4 Jahre, Jahre voller Liebe und Zuneigung, in denen ich überrascht, traurig, wütend und verzweifelt war, haben sich tatsächlich nur noch in eine sehr schöne Erinnerung an meine Eltern gewandelt. Ich denke gerne an die beiden und manchmal träume ich auch von ihnen. Und dann kann Muddi ganz normal laufen, Radfahren, Bücher lesen und Vaddi schält die Kartoffeln, die er eben mit seinem Auto eingekauft hat. Alles fühlt sich dann so normal an. So normal, wie ihr langes Leben auch war.

Also möchte ich mich bei meinen treuen Lesern recht herzlich bedanken. Bedanken für die Likes, bedanken für die Kommentare, persönlichen Emails und für die Anteilnahme.

Schön, euch kennengelernt zu haben.

Als wirklich letztes Abschließen kann man nun den Film auf youtube ansehen, den ich damals erstellt hatte. Siehe Kapitel 44.

> Klick auf das Filmchen < Gedanken, die…

Eure Hanna

 

Demnächst auch als Buch

 

Da ich schon von einigen Leuten darauf angesprochen wurde, habe ich mich nun doch entschieden, meine Erlebnisse als Buch zu veröffentlichen. Das Buch ist eigentlich schon lange fertig, aber da meine „Berühmtheit“ nicht mit der von Daniela Katzenberger zu vergleichen ist, wollte sich kein Verlag darauf einlassen.

Und so wird es im Selbstverlag bei Epubli erscheinen.

Den neuesten Druck muss ich also noch einmal probelesen und eventuell verbessern und dann geht es los.

Der Titel des Buches wird lauten:

Neunzehn Achtel Oma und Opa

Warum das Buch so heißen wird, merkt man erst in den letzten Seiten, aber mich hatte etwas so berührt, dass ich genau diesen Titel wählen musste.

Wen es interessiert, der kann gespannt sein.

Liebe Grüße von Hanna

 

Meine Eltern werden alt – Teil 24

Meine Eltern werden alt – Teil 24

Als ich Vaddi vom Krankenhaus abholen kann, nehme ich direkt am Eingang einen Rollstuhl mit. Der Weg vom Parkplatz und durch das große Gebäude bis hin zur Stroke Unit ist lang.

Vaddi weigert sich, in den Rollstuhl hineinzusteigen. Die Schwestern sind allerdings begeistert über meine Weitsicht und erklären Vaddi, dass er sich ruhig schieben lassen soll. Auf Wiedersehen. Hier waren alle sehr nett gewesen, wirklich. Tolle Station!

Auf dem Weg zum Ausgang sagt Vaddi mir, dass meine Idee mit dem Rollstuhl gar nicht mal so schlecht gewesen wäre.

Ich lasse ihn in mein Auto einsteigen und bringe den Rollstuhl zurück. Mit Vaddi ist das ja kein Problem. Er ist nicht so ängstlich wie Muddi. Oder wenigstens zeigt er es nicht. Da er mir ziemlich gut drauf scheint, biege ich eben noch schnell in die Straße unserer neuen Wohnung ein. Claus ist jetzt da, um etwas auszumessen. Wir haben noch keine Möbel hier, aber auf der Terrasse stehen schon ein Tisch und ein paar Stühle. Das Wetter ist schön. Ich will ihm das Haus schon mal zeigen. Er ist begeistert und wir trinken etwas Wasser.

Da er noch den Verband am Handgelenk hat, wo vorher mal eine Nadel für alle Fälle steckte, mache ich das Pflaster ab. Prima. Nach 5 Minuten rinnt Blut vom Handgelenk, tropft auf seine schöne Hose. Er bekommt ja nun Blutverdünner, das hatte ich gar nicht berücksichtigt und daher hätte ich dieses Pflaster wohl besser bis morgen dran lassen sollen. Mit Küchenrolle und Malerkrepp basteln wir schnell einen neuen Verband, mehr haben wir in der leeren Wohnung nicht zur Verfügung.

Dann sage ich Vaddi, dass es jetzt zu ihm nach Hause geht und er sich dann wieder etwas Frisches anziehen kann. Er will noch schnell zur Toilette. Also gut.

Irgendwie dauert es uns etwas lange, hoffentlich ist ihm nichts passiert und wir sehen nach. Da steht Vaddi, vor dem Klo, ohne Schuhe, ohne lange Hose und fragt nach einer neuen Hose. „Ach Vaddi“, sage ich „die Hose ist bei dir zu Hause, hier haben wir nichts“. Jetzt muss der arme Mann alles wieder anziehen und ich weiß, dass ihm auch das Schuhe anziehen viel Mühe macht. Ich helfe ihm, zwar unter Protest, aber er lässt es zu. Zum ersten Mal.

Da habe ich noch nicht begriffen, dass der schöne Krankenhausaufenthalt Vaddi ordentlich zugesetzt hat. Dass er seit dem etwas durcheinander ist. Das merkt man nicht so plötzlich. Das merkt man erst etwas später.

Meine Eltern werden alt – Teil 23

Meine Eltern werden alt – Teil 23

 Wir haben schon länger keinen richtigen Urlaub gemacht, immer nur ein paar Tage, wir trauen uns nicht mehr, weit zu fahren und zu lange weg zu bleiben. Obwohl wir ja mit unserem Campingbus eigentlich immer viel unterwegs waren und es auch sehr lieben.

Aber nach diesen Feierlichkeiten fanden wir, dass wir uns eine Woche Erholung verdient hätten.

Da ich am 17. Juni Geburtstag habe, wollten wir nach Düsseldorf. Claus hatte sich schon 2 Tage vorher mit Freunden dort getroffen und ich bin mit dem Zug am 15. 6. nach.

Am 17. 6. rief ich erst bei Vaddi und dann bei Muddi an. „ Na, wie geht’s? „ „Gut“. Keinem der beiden war mein Geburtstag eingefallen. Na, was soll‘s, sie sind alt. Und die Geburtstage der Anderen haben sie ja auch schon lange vergessen, wenn ich nicht daran denken würde. Aber für mich brauche ich keine Karte schreiben, die sie mir dann verdutzt überreichen…

Als wir wieder nach Hause fuhren und in ihrem Ort  ankamen, besuchten wir erst mal die beiden, danach fuhr ich mit meinem PKW, der am Bahnhof parkte, nach Hause. Claus, der schon mal mit unserem Campingbus vorgefahren war, empfing mich mit den Worten: „Wo sind die Gummistiefel?“ „Was für Gummistiefel?“ wollte ich wissen. „Na, dann komm mal rein“, ermunterte mich Claus. Weiterlesen

Meine Eltern werden alt Teil 2

 

Meine Eltern werden alt. Teil 2

 

Meine Eltern waren nie alt. Nicht mit 80 und 85 Jahren, nicht mit 85 und 90 Jahren.

Wenn sie mal alt sind, dann wollen sie in ein Altersheim. Und anonym beerdigt werden. Sie wollen uns keine Arbeit machen oder uns Sorgen bereiten.

Wir wohnten damals weit voneinander entfernt.

Mein Mann und ich, auch meine Schwester mit Mann und meine Neffen, wir kümmerten uns um sie, so gut es ging. Für mich und die Neffen waren es 300 km und 500 km für meine Schwester, die wir zurückzulegen hatten.

Wir halfen auch eher heimlich, denn ≈sie können das alles ja noch≈.

Nachdem mein Vater mit fast 91 Jahren sein Auto verkauft hatte, da durften wir gerne Blumen und Blumenerde kaufen, im Winter nahmen sie das Angebot an, sie mit Streusalz zu versorgen.

Wenn viel Schnee lag, sind wir „mal eben“ hin und haben Schnee geschippt.„Ach wie schön, das hat sicher unser Nachbar Gerd gemacht“, sagten sie dann. Wir haben es niemals richtig gestellt, wir machten das ja heimlich, noch bevor wir klingelten.

Früher haben wir ganz unbefangen mit ihnen über alles reden können.

Nachdem mein Vater die 90 überschritten hatte, wollten sie von einem Altenheim nichts mehr wissen.

Wir wollten sie ja auch gar nicht in ein Altenheim verfrachten, aber mal drüber reden, wohin, wenn es denn mal soweit ist, das wollten wir schon.

Sie hatten sich angeblich auch schon ein schön gelegenes Heim am Nord-Ostsee-Kanal ausgesucht. Ich hätte gerne einmal gewusst, wie es heißt, wo das genau ist.

„Wenn wir dann alt sind sagen wir euch Bescheid!“

Nun war er da, der Tag X. Ein Schlaganfall!

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