Meine Eltern werden alt – Teil 35

Meine Eltern werden alt – Teil 35

11.1.13

Heute wird der Umzug sein. Meine Schwester Edda mit Roland sowie auch meine Neffen Jörn und Max sind gekommen, um zu helfen. Vaddi war relativ gut drauf. Das Duschen vom ambulanten Pflegedienst hat er strikt abgelehnt…

Zum Frühstück hat ihn eine Schwester vom Heim abgeholt. Er gehört ja bald sowieso dazu.

Der Umzug hat ihn dann aber doch aus der Bahn geworfen, er war nach dem Mittagessen bei Muddi in ihrem neuen Zimmer, das sie nicht toll findet, total enttäuscht von uns ist, weil wir einfach etwas über ihren Kopf hinweg entschieden hatten.box-267837__180

Und leider stimmt das auch. Wir wollten eigentlich einen Umzug bei ihr vermeiden, damit sie nicht noch verwirrter wird. Und wenn die tolle Wohnung für das Pflegepersonal jetzt weit weg ist vom Pflegestützpunkt, was geht uns das an?

Aber Vaddi jetzt in einem 1 Zimmerappartement unterzubringen schien uns noch unmöglicher. Da geht er drauf, wir sind froh, wenn er jetzt mitspielt und nicht so richtig mitkriegt, dass er nun auch in der Pflegeabteilung wohnt.

Außerdem können die beiden ja immer noch in seiner Wohnung zusammen sein, jetzt ist auch hier, im Gegensatz zu der Etage tiefer, die Pflege zuständig. Da haben wir, und es tut mir bis jetzt noch entsetzlich leid, da haben wir einfach über Muddis Kopf hinweg und gegen ihren Willen etwas entschieden.

Er ist dann in seine neue Wohnung gegangen, die noch nicht fertig ist, und hat dort die ganze Zeit (im Weg) rumgestanden, der Arme.

Nach dem Kaffee finde ich dann beide Eltern in seiner neuen (Muddis alten) Wohnung, weil er seinen Schlüssel nicht finden konnte. Den hat er ja nun nicht mehr. Das neue Zimmer von Muddi kennt er nicht, sagt er, er wolle mit. Vor dem Zimmer dann aber erinnert er sich, dass er schon mal da war.

Um 17:15 Uhr sitzen beide im Speisesaal und warten auf das Abendessen, das ab 18 Uhr serviert wird.

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Vaddi hat nun eine neue Wohnung, ich habe sein persönliches Bettzeugs aufgezogen, damit er sich heimisch fühlt. Ein Pfleger hat noch einmal nach ihm gesehen und sagte, er sei zufrieden. Wir sind sehr müde dann alle gegen 19:30 nach Hause.

Um Muddi habe ich mich heute eigentlich nicht wirklich gekümmert.

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